Khao Lak, Thailand

Ein Bericht von Angela und Bernhard Dinter
Reisemonat März/April 2010



Nach etwas mehr wie fünf Jahren nach dem Tsunami entschlossen wir uns endlich zu einem Thailandurlaub. Wir flogen von Düsseldorf über München nach Phuket. Nach 10 ½ Stunden Flugzeit ab München erreichten wir den Flughafen Phuket pünktlich zum Sonnenaufgang kurz nach 7 Uhr morgens. Die Zeitverschiebung zur MEZ beträgt plus 5 Stunden während der Sommerzeit. Von dort aus ging es in einem Minibus Richtung Khao Lak in unser Hotel Merlin Resort.

Hotel Merlin Resort

Strand Kkao Lak


Ein wunderschönes Hotel, an einem feinsandigen langen Strand, in Hanglage gelegen. Die einzelnen Häuser sind in einem riesigen parkähnlichen Areal mit Bachläufen, Wasserfällen und diversen Poolanlagen verteilt. Nach dem Einchecken auf der Sea Bees Tauchbasis in Khao Lak ging es am dritten Tag auf die auf der Boot im Voraus gebuchte Kurzsafari mit der Genesis Richtung Kho Bon, Kho Tachai und Richellieu Rock. Die Genesis verfügt über 5 Doppel und zwei Einzelkabinen allerdings ohne Separate Nasszellen. Die Verpflegung an Bord war gut, der Tauchbetrieb exzellent organisiert. Jeder Gast an Bord hatte eine ihm zugewiesene Flaschenhalterung und eine darunter verstaute Box für Kleinteile. Während der drei Tage blieb das Gerät komplett montiert nur zum Füllen, wahlweise mit Pressluft oder Nitrox32, wurde der Automat kurzzeitig abgeschraubt. Innerhalb von drei Tagen konnten wir hier bis zu 10 Tauchgänge an den unterschiedlichen Tauchplätzen machen. Auf der Safari sahen wir mehrmals Mantas, Leopardenhaie aber auch kleinere Meeresbewohner wie Fangschreckenkrebse, Seepferdchen, Schaukel- und Geisterfetzenfische sowie erstmalig für uns, eine Seeschlange. An den darauf folgenden Tagen unternahmen wir noch ein paar Tagesausfahrten zu den Similan Inseln, so das wir auf insgesamt 17 Tauchgänge kamen.

 

Manta Thailand


Zebrahai Thailand



Geisterfetzenfisch Thailand



Schaukelfisch Thailand



Porzellankrabbe Thailand

Persönlich finden wir die Tagestouren zu zeitaufwendig, abgeholt wurde man um 8.00 Uhr und die Ankunftszeit im Hotel war erst gegen 19.00 Uhr am Abend. Schade fanden wir auch, dass bei den Tagestouren nur die Similans und das Boonsung Wrack angefahren wurden und die Tauchplätze dort teilweise sehr überfüllt waren. Die nördlichen Tauchplätze werden auf Grund der langen Anfahrt nur in Verbindung mit einer Safari angefahren.
Thailand an sich ist jedoch so abwechslungsreich und interessant, das man ein paar Tagesausflüge einplanen sollte. Wir entschieden uns für eine Dschunkenfahrt in der Phang Nga Bay mit Besuch eines Seezigeunerdorfes und der James Bond Insel. Beides war jedoch sehr überfüllt und teilweise ziemlich gammelig. Es gibt jedoch eine Halbtagestour am Nachmittag, bei der nur durch die Inselwelt gesegelt wird und am Ende wenn die übrigen Tagesboote schon auf der Rückfahrt sind, die James Bond Insel angefahren wird. 

Similan Inseln


James Bond Insel


Ein absolutes Highlight war der Besuch des Khao Sok Nationalparks. Morgens ging es auf dem Elefantenrücken etwa 1 Stunde in den Dschungel. Nach kurzem Aufenthalt an einem Wasserfall, der bei unserem Besuch auf Grund der Trockenzeit leider etwas spärlich war, ging es zurück zum Ausgangspunkt. Für diejenigen die wollten nicht auf der aufgeschnallten Sitzbank sondern im Elefantennacken. Das Mittagessen gab es in einem Hotel im Park, bei dem die einzelnen Zimmer in Baumgipfeln und auf Holzstämmen lagen, welche durch Hängebrücken und Stege miteinander verbunden waren. Nachmittags ging es dann zwei Stunden mit einem Kajak, welches von einem Thai gesteuert wurde, auf dem Khao Sok Fluß entlang Feldern und Büschen. Hierbei konnte man Reiher, Schlangen, Flughunde sowie etliches anderes Getier beobachten. 

Khao Sok Nationalpark



An einem anderen Tag besichtigten wir einige Tempel auf einer Tempeltour wobei uns ehrlich gesagt jedoch nur der letzte Tempel in Amphur Thaput so richtig gefallen hat, die ersten beiden Tempel fanden wir nicht so spektakulär und sie waren beide in einem ziemlich desolaten Zustand. Die Ausflüge kosteten etwa 30 Euro, im Preis enthalten waren Fahrt, Mittagessen, Getränke sowie alle Eintritte oder sonstigen Entgelte. Alle Touren waren gut organisiert und perfekt dazu geeignet auch mal das weitere Umland zu erkunden. Zudem eigneten sie sich alle dazu Kontakt zu den überaus herzlichen jedoch zurückhaltenden Thais aufzunehmen. 


Amphur Thaput Tempel



Wir hatten nur Übernachtung und Frühstück gebucht, dieses war recht umfangreich und schön angerichtet. Möglichkeiten zum Einkaufen und Abendessen gab es ausreichend in der näheren Umgebung. Ein gutes Abendessen für zwei Personen inklusive Getränken bekommt man für umgerechnet 10-20 €. Die Landeswährung ist der thailändische Bath. Gefallen hat uns besonders abends mit einem Pick Up nach Khao Lak zu fahren. Dort ein wenig zu schlendern und anschließend in ein Lokal unserer Wahl einzukehren, um dort unser Abendessen einzunehmen. Zwischendurch wird man zwar auch ständig angesprochen etwas zu kaufen, wer jedoch schon mal auf einem ägyptischen Basar war, empfindet es hier nicht als störend. Massagen der unterschiedlichsten Arten gab es sowohl am Strand als auch im Zentrum von Khao Lak, die Stunde kostete umgerechnet etwa 5 €. Es war bestimmt nicht der letzte Aufenthalt in Thailand, jedoch das nächste Mal mit einer längeren Tauchsafari oder in Kombination mit einer Rundreise im Landesinneren.


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