Zeelandbrücke

Sepiahochzeit an der Zeelandbrücke

Ein Bericht von Ronald Giesers


Im Mai diesen Jahres trafen sich einige Mitglieder der TSG Grevenbroich zum inzwischen traditionellen, verlängerten Tauchwochenenden in Scharendijke. Die meisten von uns waren im „Hotel“ „De Kabbelar“, an dem eine Tauchbasis
angeschlossen ist, untergebracht. Naja, Hotel ist wohl etwas übertrieben. Für diejenigen, die „De Kabbelar“ noch nicht kennen hier eine Kurzbeschreibung, die keinesfalls negativ sein soll. Im Gegenteil. Es handelt sich um eine Unterbringung mit Jugendherbergscharakter . Hochbetten (vereinzelt auch mal ein Doppelzimmer) für 4-6 Personen, WC + Waschbecken.
Duschen befinden sich im Untergeschoss. Seminarraum im Obergeschoss.


Tauchzentrum De Kabbelaar


Sehr praktisch sind die für Gäste kostenlos benutzbaren Duschen für das Tauchgerödel sowie die beheizten Umkleideräume und die Schränke mit eingebauten Steckdosen zum Laden der Tauchlampen. Gegen eine Gebühr (50 Cent pro ca. 50 bar) kann auch gleich die Pulle wieder am Automaten aufgeladen werden. Alternativ befindet sich auch im Tauchshop eine Füllstation.
Nicht zu vergessen die Gaststätte (leckere Frikadelle Spezial und Dekobier). Alles in allem eine ideale Unterkunft für ein schönes Tauchwochenende.

 

Scharendijke



Sepia

Am frühen Morgen machten wir uns, in voller Erwartung, auf zu den Sepias an der Zeelandbrücke. Diese waren schließlich der Hauptgrund, dass wir gerade zu dieser Zeit hierhin gefahren waren. Hier machte sich der vor einem Jahr von einigen Mitglieder absolvierte Lehrgang „Strömungstauchen“ bezahlt. Denn ohne den richtigen Umgang mit einer Tidentabelle ist es kaum möglich sichere Tauchgänge zu unternehmen. Leider waren wir nicht die einzigen die sich für die Sepias interessierten, sondern ca. 30 andere Taucher auch. Also hinein ins Tauchergetümmel. Bei relativ guten Sichtverhältnissen tauchten wir an dem mit Muscheln bewachsenen ersten Brückefeiler ab, durch den man auch durch tauchen kann. Beim Aufstieg unter diesen Pfeilern ist es möglich, dass man gegen eine Betonplatte stößt, da die Pfeiler nicht bis oben offen sind. Also aufgepasst.

Hummer



Taschenkrebs

Nordseegarnele

 

Die Bodenplatte erreicht man (je nach Hoch- oder Niedrigwasser) bei 8 – 12 Metern. In kleinen Gruppen erwarteten uns die Sepias, deren Laich teilweise noch in kleinen aus Holzstöcken zusammengestellten „Laichkörben“ hing. Das sollte man gesehen haben. Nach ca. 45 Minuten war der Tauchgang beendet und wir entschlossen uns die nächsten Tauchgänge an der Basis „De Kabbelar“ zu unternehmen. Der Grund hierfür war hauptsächlich die große Anzahl an Tauchern die nicht gerade zu besseren Sichtverhältnissen beitrugen. Wenn ihr auch mal an der Zeelandbrücke tauchen und nicht „Rudeltauchen“ wollt, dann nur am frühen Morgen. Wie gesagt, die restlichen Tauchgänge unternahmen wir in Scharendijke.

Seenelke

Auster

Sepia Video

Hier noch ein kleiner Sepia-Clip
(Windows Media Player Format, WMV, 3 MB gross)



Dort wird die Unterwasserwelt immer interessanter, da der Bewuchs an den Reefballs (Tauchtiefe 6 – 11m) immer mehr zunimmt und sich viele Hummer, Krebse, Schollen.... ansiedeln. Leider schwanken die Sichtverhältnisse sehr stark. Auch auf Grund der vielen Tauchern besonders am Wochenende. Zwischen den Tauchgängen wurde natürlich etwas für Leib und Seele unternommen. So gehört das abendliche Spareribs essen zum absoluten Muss. Gleiches gilt auch für den Spaziergang zum nahegelegenen Nordseestrand oder eine Fahrt zum Grevelingendamm.


Am Sonntag Mittag traten die meisten von uns die Heimreise an. Übrigens, wer noch Luft in der Pulle hat, kann noch einen Abstecher zum benachbarten Den Osse machen. Vorsicht ist voll.

 

 

Ronald Giesers


Fotos:
Naemi Reymann
Bernd Wortmann
Rainer Buchmann
Ronald Giesers


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