| Antarktis Ein Expeditionsbericht von Markus Eßer |
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Bis zum 14.11.2004 war die See stürmisch. Wir sichteten täglich Wale, Sturmvögel und Albatrosse. Am Nachmittag sahen wir die erste Robbe, eine Krabbenfresserrobbe. |
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Am 30.11.2004 fand der erste Tauchgang unter dem Eis statt. Dabei erschien eine Krabbenfresserrobbe im Tauchloch, um sich das fremde Treiben aus der Nähe zu betrachten. Durch den Schneesturm wurde unser Tauchloch immer relativ schnell zugeweht und war bis zum nächsten Tag wieder zugefroren. Jeden Morgen musste das Tauchloch mühevoll freigelegt werden. Schließlich bauten wir ein Zelt über dem Tauchloch auf, um es vor weiteren Verwehungen zu schützen. Im Laufe des Tages bildeten sich die ersten Risse in der Scholle, die doch bis zum 05.01.2005 „halten“ sollte. Am folgenden Tag passierte dann etwas, das die gesamte Expedition prägen sollte.
Nachdem wir unsere Ausrüstung zur Tauchstelle transportiert hatten, tauchte ein Seeleopard am Tauchloch auf. |
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Der Seeleopard ist eine im Durchschnitt 3,50 Meter lange, räuberische Robbenart. Da es im Jahr zuvor zu einem tödlichen Zusammentreffen zwischen einer britischen Wissenschaftlerin und einem Seeleoparden gekommen war, waren wir zu erhöhter Vorsicht angehalten. Sobald ein Seeleopard gesichtet wurde, musste der Tauchbetrieb sofort eingestellt werden. Für gewöhnlich sieht man im südlichen Weddellmeer einen Seeleoparden pro Woche, wir sollten bis zum Abreisetag nahezu täglich einen sichten. |
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Nach South Georgia stand als nächste Station jetzt Kapstadt im Logbuch. Dort kamen wir am 19.01.2005 pünktlich und voller Vorfreude auf unsere endgültige Heimkehr an. Fotos: Markus Eßer (Konica Minolta Dimage A2; Unterwasseraufnahme AWI-Bremerhaven) Das Fahrtbuch zu dieser
Expedition ist erschienen bei Frederking & Thaler - Weltbücher
und kann online bestellt werden.
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