Lembeh ResortLembeh Resort, Nord Sulawesi, Indonesien

Ein Bericht von Angela und Bernhard Dinter
Reisemonat August 2013

Unser Urlaub führte uns in diesem Jahr nach Nord Sulawesi. So ging es mit Singapore Airlines von Frankfurt über Singapore nach Manado. Eigentlich hatten wir geplant die ersten zehn Tage im Bunnaken Nationalpark zu tauchen. Das Murex Manado Dive Resort, welches wir uns auf der Boot ausgesucht hatten, war in der Realität jedoch in keinster Weise wie es uns auf der Boot vorgestellt wurde. Die Anlage für westeuropäische Verhältnisse nicht  aktzeptabel, siehe nähere Beschreibung auf Tripavisor. So wechselten wir direkt am nächsten Tag in das zweite Resort, das Lembeh Resort in der Lembeh Strait. Eine kleine Anlage mit 16 Bungalows in unterschiedlichen Kategorien, einem Haupthaus mit Rezeption und Restaurant, Pool mit Poolbar, einem kleinen SPA und dem Lembeh Diving Center. Die Gebäude verteilen sich an der Westseite der Lembeh Insel auf eine Breite von etwa 300 m. Das Haupthaus mit Rezeption, Restaurant, Tauchbasis SPA und Pool liegen in einem kleinen Tal. Die Bungalows erstrecken sich nach links und rechts von dort und sind durch betonierte und gepflasterte Wege miteinander verbunden. Zu den  Mahlzeiten trifft man sich in der zweiten Etage des Haupthauses. Frühstück und Mittagessen werden in Buffetform angeboten. Das Abendessen wird am Tisch serviert. Hierbei kann man sich aus unterschiedlichen Vor-, Haupt- und Nachspeisen täglich sein eigenes Menu zusammenstellen. Das Angebot reichte von verschiedenen Fisch, Fleisch und auch bis zu vegetarischen Gerichten.

In der Zeit in der wir dort verweilten ist uns kein Gericht mehrmals serviert worden, Ausnahme hierbei  das  wöchentlich stattfindende Barbeque. Hier kam es zu der ein oder anderen Wiederholung. 
Am Abend des Barbeques gab es einen Auftritt von einheimischen Kindern und Jugendlichen aus der Umgebung. Diese führten  einige Tänze mit Musik und Gesang vor. Vom Resort aus kann man auch über Wasser einige Ausflüge unternehmen so gibt es eine morgendliche Fahrt auf den Fisch- und Gemüsemarkt mit anschliessendem Besuch eines Hindutempels, einen Besuch eines Nationalparks und den Aufstieg zu einem inaktiven Vulkan.

Vulkan


Markt


In der Tauchbasis werden täglich morgens  und nachmittags eine Ausfahrt mit je einem Tauchgang, zusätzlich bei Bedarf Dämmerungstauchgänge mit Mandarinfischbegegnungen, Nachttauchgänge, Two-Tank-Dives oder Ausfahrten bis ins Bankka Archipel angeboten. Die Boote waren nie mit mehr als 10 Tauchern besetzt, normalerweise mit einem Guide pro Buddyteam. In unserem Fall  führte Opok die Tauchgänge, es ging sogar soweit, das man am Nachmittag vorher seine Wünsche äussern konnte, was man gerne am nächsten Tag  sehen wollte. Dementsprechend wurde der Tauchplatz ausgesucht, wenn Lebewesen gewünscht wurden, die etwas schwieriger auffindbar waren, wurde ein zweiter Guide mitgenommen. Dieser versuchte die Tiere aufzufinden, bei Erfolg machte er sich akustisch bemerkbar und die Gruppe tauchte zu ihm. So sahen wir unter anderem drei unterschiedliche Pygmäenseepferdchenarten, Mimik-, Wunder-, Langarm- und Blauringoktopus, sowie Geistermuränen.

Pygmäenseepferdchen

Blauringoktopus


 

Geistermuräne

Anemonenfisch


Hinzu kamen mehrere Arten von Anglerfischen, Fetzenfischen und nicht mehr zu zählende Nacktschneckenarten. Während unseres Aufenthalest mit fast 30 Tauchgängen haben wir nur zwei Tauchplätze nochmals aufgesucht und das nur auf Anfrage eines neu hinzugekommenen Tauchgastes.

Anglerfisch Mandarinfische


GeisterfetzenfischGrosser Anglerfisch


PrachtsepiaPorzellankrabbe

Video Prachtsepia


Unsere anfängliche Befürchtung, dass das Tauchgebiet zu langweilig ist, wurde schnell zerstreut. So viele spezielle Lebewesen in dieser geballten Menge haben wir bis jetzt noch nie erlebt. Man muss sich jedoch damit abfinden, das sich vieles nur im Makrobereich abspielt. Jedoch auch hier wurden die Tauchplätze so gewählt, das der ein oder andere Tauchgang an einem Korallenriff endete.
Mit Ausflügen, Ruhetagen zwischen den Tauchgängen und Spabehandlungen gingen auch diese 16 Tage im Flug herum und so ging es am letzten Tag nach dem Auschecken zuerst mit dem Boot und anschließend per Van zum Flugplatz Manado. 


Von dort mit Silk Air nach Singapore wo wir einen zweitägigen Stopover geplant hatten. Die Stadt ist so vielfältig und interessant, so dass wir mit Bedauern feststellen mussten, das die von uns eingeplante Zeit viel zu kurz war. So reichte es gerade mal für eine Tour im „Hop on und off“ Bus, einem Besuch des Botanischen Gartens, dem Singapore Flyer, mit diesem fährt man auf fast 190 Meter Höhe und hat einen wunderbaren Blick über Singapore.

Singapore Flyer


Zusätzlich ein Besuch der Vergnügungsinsel Santosa, Chinatown und indischem Viertel sowie einer abendlichen Schifffahrt auf dem Singapore River. Ein Hammerprogramm für die knapp 2 Tage mit vielen unterschiedlichen Eindrücken. Für den Besuch des Zoos und des neuen  Aquariums hat es leider nicht mehr gereicht. Ein Grund nochmal wiederzukehren, vielleicht schon auf unserer nächsten Reise nach Fernost.

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