Feuerberge Lanzarote

Lanzarote Ostern 2003
Ein Bericht von Angela Stüttgen und Bernhard Dinter


Nachdem wir dieses Jahr Ostern nicht nach Ägypten reisen wollten, entschlossen wir uns, unseren Osterurlaub auf Lanzarote zu verbringen. Näher gesagt, Tauchen bei der Basis Northdiving Arrietta im Norden der Insel. Der Kontakt zu Gerhard Schalow, kurz Chaly genannt, den ich noch von einer früheren Begegnung auf Fuerteventura kannte, war via Internet schnell und einfach hergestellt. Die Reservierung eines Appartments für zwei Personen inklusive Abendessen und je 15 Tauchgängen klappte reibungslos, so mußten wir uns von zu Hause aus nur noch um den Flug kümmern.
Wir checkten am Vorabend ein, so konnten wir morgens eine Stunde länger schlafen und mußten uns am Flugtag nur noch um das Handgepäck kümmern. Für Flugreisende die nicht weit vom Flughafen wohnen empfehlenswert. Man hat zwar den doppelten Anfahrtsweg, jedoch das Wegfallen der Schlepperei am frühen morgen macht dies wett. Nachdem wir auf Gran Canaria zwischenlanden mußten, verabredeten wir mittels Handy einen neuen Treff für den Transfer. "Wenn Ihr Euer Gepäck habt, fahrt mit dem Aufzug bis zum Parkdeck, dort werdet Ihr unseren gelben Basisbus sehen." Wir wurden jedoch von Ralf, dem zweiten TL der Basis, schon vorher abgefangen und herzlichst begrüßt. Nun konnte der Urlaub beginnen. Die Sachen in den Bus und auf in den Norden, Ziel Arrietta.

Als erstes hielten wir an der Basis. Hier wurden wir von Chaly begrüßt, wir wurden in die Geflogenheiten der Basis eingeführt und verstauten unser Equipment. Anschließend ging es weiter Richtung Appartement, zu Fuß etwa 5 Minuten. Diese grenzen direkt an Chalys Wohnbereich. Sie bestehen jeweils aus einem Schlafraum , einem Wohnraum mit Küchenzeile sowie Dusche/ WC. Sie befinden sich in einem guten Zustand und sind auch für Selbstverpfleger ausgerüstet. Über eine Außentreppe gelangt man auf eine Dachterasse mit Blick aufs Meer auf der auch einige Stühle und Sonnenliegen stehen.
Hat man auch die abendliche Verpflegung über die Basis organisiert, trifft man sich gegen 18.30 Uhr im "Los Pescaditos" bei Fernando. Serviert werden hier entweder kanarische Spezialitäten a la Mama oder Essen a la Karte. Der Vater Fernandos fährt fast täglich noch zum Fischen raus, somit hat man die Gelegenheit öfters wirklich frischen Fisch zu essen. An Ruhetagen kochte Chaly selbst. Qualität und Geschmack ließen in allen Fällen nichts zu wünschen übrig. Das Frühstück erfolgte in Eigenregie, bis zum nächsten Supermercado sind es 5 Minuten zu Fuß.

Tauchbasis

Eigentlich wollten wir uns einen Mietwagen leihen um auch die Insel zu erkunden, jedoch nachdem sich Ralf anbot uns die Insel mit dem Basisbus zu zeigen, verbrachten wir einen erlebnisreichen Tag mit einem Inseltrip teilweise mit Stellen, die in keinem Reiseführer erwähnt sind.

Steilküste

Timanfaya

Kakteen

Tauchgruppe

Doch eigentlich wollten wir doch TAUCHEN. Angelas Befürchtungen über schwierige Ein- und Ausstiege waren schnell aus dem Weg geräumt. Spätestens beim Einsatz der basiseigenen Leiter, welche immer auf dem Dachgepäckträger mitgeführt wird, wird jeder Ein- und Ausstieg zum Kinderspiel. Während unseres Aufenthaltes fuhren wir in Gruppen zu Dritt (!) maximal zu Siebt, inklusive Tauchlehrer, mit dem Zodiak oder dem Bus zu den Tauchplätzen.
Die Geräte werden schon in der Basis vorbereitet und gecheckt. Außer bei Fahrten in den Süden wird auch schon der Neopren in der Basis angezogen. Das Alter der Gruppenteilnehmer mit denen wir tauchten bewegte sich zwischen 14 und 62 Jahren.
Nachdem das Tauchen so individuell gestaltet wurde, entschloß sich Angela nach vier Tagen normalem Tauchbetrieb doch noch Ihre Silberprüfung in Angriff zu nehmen.

Alle Voraussetzungen hierfür waren im Vorfeld schon erfüllt und so konnte Sie loslegen.
Je nach Beschaffenheit des Tauchplatzes wurden die unterschiedlichen Übungen während den Tauchgängen geübt und geprüft. Die ABC - Übungen erfolgten in der Mittagspause oder an tauchfreien Nachmittagen. Die Theorie lief zwanglos nebenher, teils im Selbststudium. Eventuell aufkommende Fragen wurden zwischendurch oder beim gemeinsamen Abendessen von Ralf oder Chaly beantwortet. So war auch die theoretische Prüfung am vorletzten Tag kein Problem und Angela war froh, daß sie doch die Prüfung hier auf Lanzarote gemacht hat.
Die Insel hat auch unter Wasser einiges zu bieten. Die vulkanische Landschaft setzt sich unter Wasser fort mit Grotten, Höhlen, Canyons und Gesteinsformationen.

Garnelen

Fast jeder Tauchplatz ermöglicht Tauchtiefen jenseits der 30 m - Marke.
Im Vergleich zum Mittelmeer ist die Tierwelt wesentlich artenreicher und ich bin der Meinung auch von der Anzahl größer. In unseren zwei Tauchwochen sahen wir Stachelrochen bis zu 2 m Größe, Zitterrochen, Adlerrochen, Engelhaie, knapp 1 m große Zackenbarsche, Barrakudas , Bernsteinmakrelen, Himmelsgucker, Sandaale, Trompetenfische, Oktopusse, unterschiedliche Muränenarten sowie etliches Kleingetier wie große Seespinnen, Gespensterkrabben, Putzergarnelen, und verschiedene Arten von Nacktschnecken. Erwähnenswert ist der Besuch einer Höhle mit tausenden von kleinen Garnelen an der Decke, in der man das Gefühl hatte, die Wände würden sich bewegen.

Adlerrochen

Barakudas


Kurz gesagt, wir haben es genossen Tauchgänge in kleinen Gruppen zu unternehmen. Es war ein Urlaub der uns in allen Punkten gefallen hat, wir fühlten uns wohl und erinnern uns jetzt schon gerne an ihn zurück. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal bei Chaly und Ralf in Arrietta.

Jameos del agua

Weinanbau


Sollte der Artikel Euer Interesse geweckt haben, erfahrt Ihr näheres über die Basis unter: www.northdiving-lanzarote.de

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