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Die Galapagos Inseln 2000

Ein Reisebericht von
Christa und Wolfgang Fiedler

 

Nach einem missglückten Versuch vor einigen Jahren war es unser zweiter Versuch, den Hammerhaien ins Auge zu sehen. Deshalb hatten wir eine 14 Tage-Tour gewählt, bei der das Schiff volle 5 Tage bei Wolf und Darwin verweilt.
Heute können wir sagen, die Reise war ein voller Erfolg. Die in den vorigen Jahren in der Presse angesprochenen Probleme durch den letzten El Niño waren für uns, insbesondere aber unter Wasser, fast nicht mehr erkennbar. Lediglich die Pinguine vor Bartholome konnten wir nur als Einzelexemplare sichten. Nach Angaben der Schiffsbesatzung vermehren sie sich aber wieder. Die Anreise zur Hauptstadt von Ecuador erfolgte im alten Jahr, wobei der Atlantikflug ca. 11 Stunden dauerte. Der Übergang ins neue Jahrtausend wurde in Quito gefeiert. Am 6.1.2000 erfolgte, nach 2 kurzen Flügen, die Einschiffung in San Christobal.


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Wissenswertes über die Galapagos Inseln:

Das Archipel wird aus einer Gruppe von 13 größeren Inseln gebildet. Es liegt ca. 600 Seemeilen vor der Küste von Ecuador im pazifischen Ozean, wobei der Äquator durch diese Inseln verläuft.

Hinzu kommen die Inseln Wolf und Darwin, die etwa 240 Seemeilen abseits des Hauptarchipels liegen. Gebildet wurden die Inseln vor ca. 4-Millionen Jahren durch Plattenverschiebungen in der Erdkruste mit globaltektonischen Prozessen wie der Vulkanbildung. Auch heute noch gehört das Gebiet zu den Bereichen der Erde mit erheblicher Vulkantätigkeit.
Die Lufttemperatur liegt zwischen etwa 27° ( Februar/März) und 21° (August/September).
Die Wassertemperatur liegt in der warmen Regenzeit bei max. 25° und in der Trockenzeit, besonders aber im Westteil des Archipels, oft unter 20°. Obwohl am Äquator liegend, entstehen diese verhältnismäßig niedrigen Temperaturen durch das Zusammentreffen verschiedener Meeresströmungen in diesem Bereich (Panamastrom, Humboldtstrom, Cromwellstrom). So bringt der kalte Humboldtstrom mit einer Temperatur von ca. 17° das hohe Nahrungsangebot für die Fauna teilweise aus der Antarktis heran.

Bei unserer Reise legten wir Wert auf die Nordroute, insbesondere aber auf die Inseln Wolf und Darwin. Es soll aber angemerkt werden, dass Landausflüge auf den Inseln ein MUSS für jeden Besucher der Galapagos-Inseln sein sollten und bei uns   entsprechend eingebaut wurden. Bis auf Wolf und Darwin, wo keine Landausflüge möglich sind, wurde der Tag mit 4 bis 5 Aktivitäten gestaltet (Tauchen und/oder Landausflüge), wobei das Tauchen mit 3 bis 4 Tauchgängen den Schwerpunkt bildete.

Die Wassertemperatur betrug zu unserer Zeit in südlichen Bereich ca. 19° und im nördlichen Bereich, insbesondere aber bei Wolf und Darwin, ca. 21°. Bei einer Tauchzeit jeweils einer Stunde ist der 7mm Neopren also zwangsläufig erforderlich. Dünne Lederhandschuhe reichen aber auf jeden Fall und ein Tauchen ohne Kopfhaube ist ebenfalls kein Problem. Wegen des hohen Planktonreichtums betrug die Sicht zwischen 30 und 50 Meter.

Die Unterwasserformation besteht aus Lavagestein, auf dem sich große Seepocken angesiedelt haben. Aufgrund der fast immer anliegenden Strömung wird wegen der Verletzungsgefahr grundsätzlich ein Tauchen mit Lederhandschuhen empfohlenen. Und keine Sorge; Das Anfassen und Festhalten am Gestein und an den Seepocken ist dort obligatorisch und schadet Niemanden. Insbesondere für Fotografen und Filmer ist auch eine Strömungsleine sehr behilflich.

Bei mehr oder weniger Strömung liegen die Tauchtiefen in der Regel bis zu 30 Metern. Und keine Bedenken zum Stichwort "Strömung". Es wird grundsätzlich sehr langsam und mit der Strömung getaucht, wobei 2 Beiboote die Taucher anhand der Luftblasen beobachten und nach dem Auftauchen aufsammeln. Auch das Mutterschiff begleitet oftmals die Beiboote und damit die Taucher zusätzlich.

Unser Schiff war die Galapagos II der Aggressor Flotte. Die moderne Ausstattung dieser Schiffe bietet auch die Möglichkeit, dem heutigen Standard entsprechend, mit Nitrox zu tauchen. Wer mehr zu dieser Flotte erfahren möchte, informiere sich bitte unter www.aggressor.com .

Unsere   Route:

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Die Fahrten zwischen den einzelnen Inseln erfolgten Abends oder Nachts. Bei einer Geschwindigkeit von ca. 10 Knoten liegen damit die Fahrtzeiten im Durchschnitt bei ca. 3 Stunden. Lediglich die Fahrt nach Wolf und Darwin betrug, wegen der Strömungsverhältnisse, hin ca. 10 Stunden und zurück ca. 16 Stunden.

Die eindrucksvollsten Begegnungen unter Wasser:

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An ersten Stelle sind hier die Hammerhaie zu nennen. Insbesondere um Wolf und Darwin standen sie in großen Schulen. Auch die Galapagoshaie gibt es dort in bemerkenswert großer Zahl.
So konnten wir bereits beim Abtauchen Haie beobachten, die in geringer Tiefe von ca. 25 Metern über den Riffen ihre Bahnen zogen. Auf dem Riff angekommen, zogen sie dann in respektvoller Entfernung vorbei. Entsprechend der Sicht hatte man so fast immer 20 und mehr Haie im Blickfeld. Sofern man sich ruhig auf das Riff legte, kamen sie bis auf einige Meter heran. Von der sonst beschriebenen Schreckhaftigkeit von Hammerhaien hier keine Spur. Noch neugieriger auf Taucher waren aber die Galapagoshaie, die sich bis auf ca. 2 Meter heran trauten.
Beim Auftauchen, wobei man dann durch die Haie und über Sandflächen driftet, zeigt der Blick nach unten weitere Schulen über den Sandflächen. Ein Tauchgang endete mit der Begegnung von Delphinen unter Wasser, die ebenfalls keine Scheu vor Tauchern zeigten.
Eine weitere Besonderheit waren Seefledermausfische (Ogcocephalus) vor Genovesa. Diese Fische halten sich sonst in einer Tiefe von ca. 35 Metern auf. Vor Genovesa scheint es aber eine neue Ansiedlung in ca. 25 Meter zu geben, was selbst den einheimischen Tauchguides noch nicht bekannt war.


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Ogcocephalus darwini

Seepferdchen vor der Insel Cousins


Weiterhin möchten wir nennen: Seelöwen, Adlerrochen, Schildkröten, Waahos, Barrakudas, Weissspitzenhaie, Flundern, große Schwärme von Kreolen- und Doktorfischen.

Dazu noch einige Fotos:

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Von unseren Inselbesuchen ist insbesondere zu nennen:

Ein Besuch der Darwin-Station mit ihrer erfolgreichen Nachzucht der Landschildkröten. Der Besuch einer Farm, auf der wir viele Landschildkröten auf den Feldern und unter Büschen beobachten konnten. Je nach Insel gab es Begegnungen aus den Gattungen: Meerleguane, Landleguane, Seelöwen, Blaufußtölpel, Rotfußtölpel, Maskentölpel, Darwinfinken, Eulen, Tropikvögel, Fregattvögel und weitere endemische Tierarten. Alle Tiere zeigten keinerlei Scheu vor Menschen.

Auch dazu noch einige Fotos:

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Wer mehr wissen möchte dem empfehlen das Buch: Reiseführer Natur, Galapagos, von Wolfgang Bittmann und Brigitte Fugger, BLV Verlag.

Unterwasserfotos: Wolfgang Fiedler, Kamera NIKONOS 3 mit Marinsolar Duoblitz und Hydro Vorsatz.


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