Fuerteventura

Für den einen heißt Fuerteventura Geröll, Einöde, Staub und trostlose Wirklichkeit für andere ist es eine Insel die durch ihr Farbenspiel in den Bergen jeden Tag anders wirkt, durch unendliche lange Sandstrände ein Gefühl von Weite vermittelt. Kurzum wenn ihr nach Fuerte kommt, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Ihr hasst oder liebt die Insel und es zieht euch immer wieder hin. Wie mich und meine Frau Birgit.

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Da auf Fuerte meistens eine Temperatur von um die 24- 26 C herrscht und das Wasser des Atlantiks meistens zwischen 20-23°C liegt ist die Insel das ganze Jahr für einen Urlaub geeignet. Beste Reisezeit ist aus Erfahrung September bis November. Da ist der Wind nicht ganz so stark.
Bei unserer letzten Reise waren wir im Hotel Costa Real untergebracht. Das ist ein kleines Clubhotel ( 93 Zimmer) auf der Westküste in LaPared. Zugegeben was für ganz ruhigen Urlaub. Mehr Los ist in den Orten Corralejo, Costa Calma oder Jandia. Für jeden Geschmack ist was dabei.
Nun genug der Worte vom Treiben über dem Meeresspiegel. Zum ersten Tauchgang meldete ich mich beim Club Aldiana an (Hier noch einen Gruß an Norbert den Basisleiter).

Solltet ihr nicht euer eigenes „Gerödel“ mitgebracht haben, so ist von der ABC Ausrüstung über DTG und Lungenautomat alles reichlich vorhanden. Nach der üblichen Anmeldung konnte es los gehen. Mit dem Boot geht es in ca. 10 Minuten zum Großen Muränenriff. Es liegt ungefähr 100m vom Strand. Am Seil kann man sich auf das Plato in 15m herunterlassen. Hier warten schon Adlerrochen und Blaupunktrochen. Unten angekommen, erstreckt sich nach links und rechts das Muränenriff das dann im flachen Sand ausläuft.
Hier haben sich unzählige Muränen in den kleinen und großen Felsnischen versteckt. Bedrohlich zeigen sie die Zähne als wollten sie sagen komm bloß nicht näher.


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An der Felswand kann man sich bis auf ca. 40m herunterlassen um ganz unten auf die großen Muränen zu treffen. Da diese sich auch oft aus den Höhlen herauswagen, kann man sie auch schon in 30 bis 35m gut beobachten. Zwischendurch wird man von dem einen oder anderen Barrakuda überrascht, der sich aus seiner Gruppe gelöst hat. Diese Gruppen sind sehr häufig anzutreffen. In großen Schwärmen kreisen sie über dem Grund oder ziehen einfach an dir vorbei. Wenn man sich diese Tiere genauer anschaut wirken sie schon recht unheimlich. Da sind die Zackis, die auch in beachtlicher Größe vorhanden sind, schon beruhigender.
Bei dem Fischreichtum ist es auch nicht schlimm wenn man eine „Attraktion“ verpasst hat.


An der nächsten Ecke gibt es eine andere. Das gilt auch für den einen oder anderen Engelhai, der mir vor die Maske gekommen ist. Auf jeden Fall sollte man trotz guter Sicht nicht auf eine Lampe verzichten sonst kann es passieren, dass man die eine oder andere Überraschung verpasst. Denn erst im Schein der Lampe erkennt man die Farbenpracht des Riffs und seiner Bewohner.

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Da das Riff ziemlich nah am Strand liegt, trifft man leider öfter auch mal einen “Diebels- oder Warsteinerfisch“. Es gibt halt immer unverbesserliche Leute. Nach  dem Nachmittags-Tauchgang heißt es das Zodiak an Land ziehen. Hört sich schweißtreibend an, mach aber bei leichtem Wellengang viel Spaß (zu mindest die ersten zwei- bis dreimal). Leider war nach 5 Tauchgängen mein Kontingent an Tauchgängen aufgebraucht. Doch freue ich mich auf die nächsten Urlaubstage in Fuerte. Dann steht mit Sicherheit ein Nachttauchgang und ein Tauchgang an der Südspitze auf dem Plan.
Nach 14 Tagen brachte uns Aero Loyd ins kalte Deutschland zurück. Aber nicht für lange.

Ronny


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